Planetenjagd in TESS-Daten
Kapitel 7 von 7

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Phase 12a – Schwankung oder Planet?

Ein neuer Test gegen Schein-Dellen aus der eigenen Helligkeitsschwankung des Sterns – erst geeicht, dann auf die offenen Signale der großen Suche angewandt.

Phase 12a: Ist die Delle nur ein Tiefpunkt der Sternschwankung?

Frage: Viele Sterne werden regelmäßig heller und dunkler (Flecken, eng verformte Doppelsterne). Nach dem Glätten der Lichtkurve bleibt an jedem Tiefpunkt eine kleine Delle. Zählt die Suche nur jede zweite oder dritte, sieht das wie ein Planet aus – in Phase 10a bei 3 von 5 Kandidaten. Was gemacht: ein neuer Test V17 prüft, ob die Periode genau auf den Takt der Schwankung passt und ob die Schwankung allein die Delle erklärt. Ein echter Planet kann aber auch im Takt seines Sterns umlaufen. Deshalb wurde V17 zuerst an bekannten Planeten, an künstlich eingebauten Planeten um stark veränderliche Sterne und an bekannten Schein-Dellen geeicht, mit vorher festgelegten Grenzen. Ergebnis: V17 wird nicht eingesetzt (nur berichtet). Angewandt auf die 313 offenen Signale aus 10a sagt V17 bei 14 „die Schwankung erklärt die Delle“; dadurch ändert sich bei 0 der Stand. Der Grund für „nicht eingesetzt“: Echte Planeten fielen nie, aber um stark schwankende Sterne hielt V17 auch künstlich eingebaute Planeten oft für Schein-Dellen – die Tiefpunkte echter Sterne sind von Umlauf zu Umlauf zu unruhig. Erkannt hat V17 vor allem sehr schnelle Schwankungen (unter einem halben Tag); ein Nachfolger soll nur diese prüfen. Kein Signal ist dadurch eine Entdeckung.

Einsatz von V17
gar nicht
wird nicht eingesetzt (nur berichtet)
Echte Planeten „erklärt“
0/145
jeder wäre ein Fehler
10a-Signale „erklärt“
14/313
Schein-Dellen der Schwankung
Balkendiagramm: Anteil 'erklärt' bei echten Planeten, künstlichen Planeten und bekannten Schein-Dellen